Warum der Herbst die bessere Pflanzzeit ist
Der Boden ist noch warm, die Luft schon kühl: Genau dann wurzeln Gehölze an, ohne gegen die Hitze anzukämpfen. Was das für dein Gießen bedeutet.
Im Frühjahr pflanzt eine Pflanze gegen die Uhr: Sie muss Wurzeln bilden und gleichzeitig austreiben, und vier Wochen später kommt der erste heiße Tag. Im Herbst hat sie es umgekehrt — das Blattwerk ist fertig, die Verdunstung geht zurück, und der Boden hält die Wärme des Sommers noch wochenlang. Alles, was die Pflanze jetzt an Kraft hat, geht nach unten.
Praktisch heißt das: Von Mitte September bis in den November ist die beste Zeit für alles, was verholzt — Bäume, Sträucher, Hecken, Rosen, Obstgehölze. Containerware geht auch später, solange der Boden nicht gefroren ist. Nur bei den empfindlichen Immergrünen wird es ab Dezember knapp.
Der Fehler, den fast alle machen: im Herbst nicht mehr gießen. Es regnet ja. Stimmt nur halb — ein frisch gepflanzter Ballen trocknet auch bei feuchter Erde ringsum aus, weil die Wurzeln noch nicht draußen sind. Zweimal die Woche eine volle Gießkanne an den Fuß, bis es dauerhaft friert. Und im Winter an jedem frostfreien Tag noch einmal, besonders bei Immergrünen.
Und wenn es bei dir anders aussieht? Dann ruf an oder komm vorbei. Ein Ratgeber kennt deinen Boden nicht — wir nach zwei Fragen schon.
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