Rosen schneiden im Frühjahr: So machst du es richtig

Rosen schneiden — warum der Frühjahrsschnitt so wichtig ist

Rosen sind dankbare Gartenpflanzen, die uns den ganzen Sommer über mit Blüten beschenken. Aber nur, wenn sie im Frühjahr richtig geschnitten werden. Der Rückschnitt regt neues Wachstum an, sorgt für kräftige Triebe und eine üppige Blüte.

Keine Sorge — auch wenn der Schnitt vielen Hobbygärtnern Respekt einflößt: Rosen verzeihen eine Menge. Und mit ein paar einfachen Regeln gelingt er garantiert.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der ideale Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist das zeitige Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. In der Region Halle ist das meist Ende März bis Anfang April. Zu diesem Zeitpunkt sind die stärksten Fröste vorbei, aber die Rose hat noch nicht richtig ausgetrieben.

Die Faustregel: Wenn die Forsythie gelb leuchtet, ist es Zeit für die Rosenschere.

Die 5 goldenen Regeln des Rosenschnitts

  1. Scharfes Werkzeug verwenden — Eine scharfe, saubere Rosenschere sorgt für glatte Schnitte und beugt Krankheiten vor.

  2. Schräg schneiden — Schneide immer leicht schräg (ca. 45°) und etwa 5 mm über einem nach außen zeigenden Auge (Knospe). So fließt Regenwasser ab.

  3. Totes und Krankes zuerst — Entferne als Erstes alle abgestorbenen, kranken oder sich kreuzenden Triebe. Totes Holz erkennen du am bräunlichen Mark.

  4. Auf 3–5 Augen kürzen — Bei Beetrosen schneiden du die gesunden Triebe auf 3–5 Augen (Knospen) zurück. Das klingt radikal, fördert aber kräftige neue Triebe.

  5. Schwache Triebe stärker kürzen — Die Faustregel lautet: Schwache Triebe stärker zurückschneiden als starke. So gleicht sich die Pflanze aus.

Schnittanleitung nach Rosentyp

Beetrosen und Edelrosen

Beetrosen und Edelrosen werden am stärksten geschnitten. Kürze alle Triebe auf 15–20 cm über dem Boden (3–5 Augen). Belass 3–5 der stärksten Triebe und entfernen du den Rest.

Ergebnis: Kompakter Wuchs mit vielen, großen Blüten.

Strauchrosen

Strauchrosen brauchen einen leichteren Schnitt. Kürze die Triebe um etwa ein Drittel. Entferne altes, verkahltes Holz bis auf den Boden — das fördert den Neuaufbau von unten.

Ergebnis: Lockerer, natürlicher Wuchs mit Blüten auf der gesamten Pflanze.

Kletterrosen

Bei Kletterrosen werden nur die Seitentriebe auf 3–5 Augen eingekürzt. Die langen Haupttriebe (Gerüsttriebe) bleiben stehen und werden an der Rankhilfe befestigt. Nur sehr alte, verholzte Gerüsttriebe ganz herausschneiden und durch junge ersetzen.

Ergebnis: Blütenreicher Flor an den Seitentrieben.

Bodendeckerrosen

Bodendeckerrosen brauchen nur alle 3–4 Jahre einen kräftigen Rückschnitt. Dann können du sie einfach mit der Heckenschere auf 15–20 cm zurücknehmen. In den Jahren dazwischen reicht ein leichtes Auslichten.

Stammrosen

Stammrosen werden wie Beetrosen geschnitten — die Krone auf 15–20 cm kürzen und auf eine gleichmäßige, runde Form achten.

Häufige Fehler beim Rosenschnitt

Zu zaghaft schneiden — Rosen treiben aus den oberen Augen aus. Wer zu wenig schneidet, bekommt lange, dünne Triebe mit wenig Blüten ganz oben.

Zu früh schneiden — Bei starkem Frost können frische Schnittstellen zurückfrieren. Lieber etwas warten, bis die Forsythien blühen.

Stumpfe Schere — Quetschungen am Trieb sind Einfallstore für Pilzkrankheiten. Investiere in eine gute Rosenschere.

Abgeschnittenes liegen lassen — Entferne das Schnittgut vom Rosenbeet, besonders wenn es von kranken Trieben stammt. So verhindern du die Ausbreitung von Pilzsporen.

Profi-Tipp: Der Sommerschnitt

Schneide verblühte Rosen im Sommer regelmäßig ab — immer bis zum ersten voll entwickelten Blatt unterhalb der Blüte. Das regt die Rose zu einer zweiten Blüte an (Remontieren). Bei öfterblühenden Sorten können du so den ganzen Sommer über Blüten genießen.

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